Eine performative Befragung


Wie war das, verliebt zu sein – vor fünfzig oder sechzig Jahren? Wie hat man sich kennengelernt, ohne Handy und Dating-App? Welche Musik lief, als man sich zum ersten Mal küsste, und was durfte man sagen, was nicht?

In diesem Workshop entwickeln wir aus Interviews mit Großeltern oder anderen Menschen dieser Generation eine Performance über die Liebe – über erste Begegnungen, gesellschaftliche Normen, Musik, Sehnsucht und Scham. Aus dem gesammelten Material entstehen biografisch-fiktionale Texte und performatives Material, die die erzählten Erinnerungen mit eigenen, körperlichen und szenischen Mitteln neu übersetzen. Wichtig ist uns nicht die originalgetreue Wiedergabe, sondern das Spiel: Wir schlüpfen in die Erinnerungen hinein und machen daraus eigene Szenen.

Ein Workshop über Erinnerung, Erzählung und die Frage, was von der Liebe über Generationen hinweg weitergegeben wird – und was jede Generation neu erfinden muss.


Keine Vorkenntnisse nötig. Interesse an Schauspiel, biografischem Arbeiten und performativer Recherche erwünscht. – max. sechs Personen


Anmeldung zunächst nur beim Infoabend möglich.

Sollte es anschließend noch freie Plätze geben, werden hier Kontakt-Mail-Adressen veröffentlicht.


Termine:
14./15. November (Studio 1 Tanzfaktur) 


21./22. November
(Am 21. Atelier Colonia, am 22. November Studio 4 Tanzfaktur)


Auswahltreffen: 21.10., 18h via Zoom
Vorbereitungstreffen: 28.10. 18h via Zoom mit feststehenden Teilnehmenden

Leitung: Daniel Schüßler

Daniel Schüßler ist Regisseur und künstlerischer Leiter der Theater- und Performancegruppe ANALOG, die er 2004 gründete. Seine Inszenierungen wurden auf zahlreichen Festivals im ganzen Bundesgebiet eingeladen und mit Theaterpreisen ausgezeichnet. Neben seiner Tätigkeit als Lehrbeauftragter am Institut für Kunst und Kunsttheorie ist Daniel Schüßler als Schauspieldozent tätig. Er unterrichtet an der Theaterakademie Köln, gibt zahlreiche Workshops und arbeitet u.a. beim Kursprogramm der studiobühneköln mit.