DAS BRUCHSTÜCKHAFTE

Immersive Sound- und Videoinstallation
eine Koproduktion von ANALOG, NS-DOK und studiobühneköln

Die immersive Sound- und Videoinstallation DAS BRUCHSTÜCKHAFTE der Kölner Theater- und Performancegruppe ANALOG basiert auf der Familiengeschichte des Ensemblemitglieds Lara Pietjou, deren Großmutter Netty den Holocaust in einem Versteck in den Niederlanden überlebte. Die Ausstellung beleuchtet die transgenerationalen Auswirkungen des Traumas der Großmutter auf Laras Vater, der an einer bipolaren Störung erkrankte und in manischen Phasen überzeugt war, er selbst sei König David.

DAS BRUCHSTÜCKHAFTE ist eine long-durational Installation, die kaleidoskopartig die Ungreifbarkeit des Identität-Begriffes sichtbar macht.

So verbindet die Ausstellung die bewegte Familiengeschichte Pietjous mit jüdischen Stimmen aus Kunst, Kultur und Politik, reflektiert dabei Themen wie Erinnerung, doppelte Identität(en) und Zugehörigkeit und stellt Fragen nach der Bedeutung von Gegenwart und Vergangenheit für jüdisches Leben in Deutschland heute.

Termine
8. bis 29. Mai
im NS-Dokumentationszentrum Köln


Vernissage: 8. Mai
17:30h – Soft Opening

18h – Eröffnung durch Dr. Henning Borggräfe (Leitung NS-Dok), Barbara Foerster (Leitung Museumsdienst Köln), Stawrula Panagiotaki (Leitung studiobühneköln) und Daniel Schüßler (Künstlerische Leitung ANALOG)

19h – Podiumsgespräch u.a. mit Kurt Tallert (Retrogott), Ina Holev (Autorin und Co-Gründerin von Jüdisch & Intersektional – Initiative für kritische Bildungsarbeit), moderiert von Katja Garmasch (Journalistin und Autorin)

20h – Konzert/Lecture Eddy Sonnenschein Quartett (zeitgenössischer Jazz)


Finissage: 29. Mai
19h – Abschluss-Gespräch mit der Autorin, Lyrikerin und Essayistin Esther Dischereit (u.a. “Mama, darf ich das Deutschlandlied singen?”) und ANALOG-Leiter Daniel Schüßler – Über die Ausstellung, doppelte Identitäten und jüdisches Leben in Deutschland.
Im Anschluss Ausklang bei Musik und Getränken.



Zeitzeugin: Jeanette Pietjou

Interviewpartner:innen: Lara Pietjou, Katja Garmasch, Debora Antmann, Aaron Knappstein, Daniel Vymyslicky, Dani Levy, Yuriy Gurzhy,  Dr. Peter Pogany-Wnendt

Sprecher:innen: Lara Pietjou, Dorothea Förtsch, Hanna Held, Ingmar Skrinjar

Regie, Konzept und Schnitt: Daniel Schüßler,  Konzept: Dorothea Förtsch, Konzept und Projektleitung: Hanna Held, Kamera und technische Leitung: Tommy Vella, Texte: Judith Leiß und Ensemble, Komposition: Ben Lauber, Szenografie und Masken: Eva Sauermann, Assistenz und Maskenmitarbeit: Rina Schmeing, Ton: Micha Vella

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, den Fonds Darstellende Künste, die Kunststiftung NRW und die RheinEnergieStiftung Kultur