Workshops

Mo., 21. Mai, 13h
Y to C – Yaniv Cohen (Oslo)
In diesem Workshop arbeitet Yaniv Cohen mit Methoden, die er in seiner interaktiven Performance “You look like you” anwendet. Die Performance lädt das Publikum ein, spontane Anweisungen und Kommentare direkt an den Tänzer zu geben, der wiederum das Feedback in Echtzeit interpretiert. Das Resultat ist eine gemeinsam geteilte Choreografie, eine intime und spielerische Kreation, ins Leben gerufen durch Risikobereitschaft, Experimentierfreude und dem Wunsch, durch Kunst Verbindungen zu schaffen. Ist „Zuhören“ ausreichend, um Intensität und Spannung zu erschaffen? Cohens Forschungsmethode zielt darauf, die Hör- und Reaktionsfähigkeiten der Teilnehmenden weiterzuentwickeln, ihre Wahrnehmung zu schärfen und ihren physischen Ausdruck zu umfassen. Die Performer sollen totale Erfahrung und vollkommenes Bewusstsein zusammen bringen können und als überraschend und unvorhersehbar wahrgenommen werden. Die Tänzer*innen sollen aufmerksam für sich und ihre Umgebung sein: sein, performen und wahrnehmen gleichzeitig.

In this workshop we will work with methods used in the interactive
performance “You look like you”. In the performance the audience is invited to give spontaneous instruction and comment directly to the dancer, who in turn interprets the feedback in real time. The result is a shared choreography, an intimate and playful creation, willed into being by risk, experimentation and a desire to connect through art. Is ‘listening’ enough to sustain intensity and tension? Cohen’s research method aims at allowing the participants to develop their listening and reactionary ability to information, improving their observation abilities and spanning their physical expressions. Enabling the performer to bring total experience and awareness together and to be perceived as surprising and unpredictable. Developing the dancer’s ability to be attentive to themselves and the environment: being, performing and observing simultaneously.


Di., 22. Mai, 13h

Dennis Deter (Berlin):
Werde Teil der Blow Boys Blow Crew!
In diesem Workshop feiern wir gemeinsam die traditionsreiche Verbindung von Seemännern und Theater – denn Matrosen waren es, die früher als Theatertechniker eingesetzt wurden und den Laden am Laufen hielten. Wir erweisen ihnen gemeinsam die Ehre, indem wir ihre Lieder lernen, zusammen singen und bei einem Löffel Rum die Schönheit des sagenumwobenen Dick-Turpin-Knotens bewundern.

In this workshop we will celebrate the tradition-steeped connection between sailors and theatre – because it was sailors that were used as theatre technicians in the past. Together we will pay them respect by learning their songs, sing together and admire the beauty of the legendary Dick-Turpin-knot.


Mi., 23. Mai, 13h

Spreafico Eckly (Bergen):
Micro-concepts
Dieser Workshop befasst sich mit dem Entwickeln von Konzepten in einer Probensituation. Oft denken wir an eine Konzept als den Beginn eines Prozesses, als etwas, das „wir sagen“ oder auf dem „wir aufbauen“ wollen. Dabei entwickeln sich Konzepte gemeinsam mit dem Material kommen oft erst am Ende des kreativen Prozesses an die Oberfläche. Sie entstehen durch das Verstehen des Potentials des Materials und verpflichten uns, das Material auf seine finale und nicht auf seine ursprüngliche Bedeutung hin freizulegen. Der Workshop baut auf dieser Dialektik zwischen „Idee“ – „performatives Material“ – „Idee“ auf und wird wie ein Spiel anhand von Regeln strukturiert sein, die wir anwenden werden, um uns selbst kreative Einschränkungen und Chancen zu geben. Wir werden in kleinen Gruppen von 2 bis 4 Personen arbeiten und der Fokus des Spiels wird auf dem Akt der Übersetzung liegen: wie nehmen wir etwas aus einem bestimmten Feld heraus und übersetzen es in performatives Material.

The workshop wants to focus on the development of concepts in a studio
situation. We often think of concepts as the beginning of a process, as something “we
want to say” or “build on”. Concepts though develop with the material and
often come at the surface at the end of the creation process. They emerge
as an understanding of the potential of the material itself and once
emerged they oblige us to clean the material according to its final and not
initial meaning. The workshop builds upon this dialectic among “idea” – “performative
material” – “idea” and it will be structured on rules, like a game, that we
will apply in order to give ourselves creative constrictions and chances.
We will work in small groups of 2-4 people and the focus of the game will
be on the act of translation: how do we take something from a field and
translate it into performative material.


Do., 24. Mai, 13h

Scripted Reality (Gießen):
Wirkliche Probleme lassen sich nur fiktional lösen
ScriptedReality beschäftigt sich unter anderem mit der Infragestellung
unserer Wirklichkeit durch die Herstellung von (Gegen-)Fiktionen. In ihrem
Workshop geben Arne, Christopher, Ruth und Tilman Einblick in Techniken
und Erzählspiele, die sie in ihren Arbeiten entwickelt haben. Es wird
gesprochen, geschrieben, gesponnen.

Real problems can only be solved fictionally. ScriptedReality challenges our reality by manufacturing (counter-)fictions. In their workshop Arne, Christopher, Ruth and Tilman will provide insight into techniques and storytelling games they have developed in their work. You will talk, write and be bonkers.


Fr., 25. Mai, 13h

Thermoboy FK (Berlin / Braunschweig / Bremen):
We must force something through
Lesen, Basteln, Dekonstruieren mit Thermoboy FK
Zusammen mit den Teilnehmer*innen wollen Thermoboy FK einen wissenschaftlichen Text lesen und gemeinsam versuchen ihn zu verstehen, um dann in Kleingruppen etwas zu basteln, das zum großen Finale im Garten der Studiobühne in einem (wahrscheinlich) wonnevollen Akt unter dem Jubel der Zuschauenden wieder kaputtgemacht wird. Die Teilnehmer*innen können abstimmen, welche Musik zu dieser Zeremonie gehört werden soll. „We must force something through“ ist eine Erweiterung der Inszenierung „We must battle when enemy is in sight“. Inhaltlich zentral ist die Frage nach der Lust an Gewalt. Vielleicht ein gefährliches Thema. Ein Experiment.

Reading, crafting, deconstructing with Thermoboy FK
Thermoboy FK and the participants will read a scientific text and try to understand it in order to create something that will be destroyed in a blissful act in front of a cheering crowd at the end of the festival. The participants will vote which music will be played during this ceremony. ”We must force something through” is an extension of the performance „We must battle when enemy is in sight“. Its central focus is on the question concerning lust for violence. A dangerous topic perhaps. An experiment.

Die Workshops sind offen für professionelle Theatermacher*innen, Studierende und interessierte Amateur*innen. Alle Workshops sind kostenlos.
Verbindliche, formlose Anmeldungen an: s-f@uni-koeln-de

Workshops are open to theatre professionals, students and interested amateurs.
All workshops are free of charge.
Application for all workshops mandatory: s-f@uni-koeln.de