LESUNGEN

Zeitgenössische polnische Stücke

Malgorzata Sikorska-Miszczuk:
„Der Tod des Eichhörmchenmenschen“
Termin: 6. Juni, 17h

Sikorska-Miszczuks Stück „Der Tod des Eichhörnchenmenschen“ erzählt die Karriere der Journalistin Ulrike Meinhof zur Terroristin aus der Perspektive eines Nagers: Der Eichhörnchenmensch wird auf einem Parkplatz von Ulrike Meinhof überfahren und verliebt sich unsterblich in sie. Er ist der Durchschnittsbürger als Versuchskaninchen von Terrorismus und Politik, der sich ordentlich kleidet, den Müll trennt, sein Tagwerk gewissenhaft vollbringt und sich vor Langeweile in eine freie Radikale verliebt. Unglücklich, natürlich. Eine skurrile Farce zwischen Mysterium RAF und der Lächerlichkeit der Pop-Revoluzzer.
Gelesen von Carmen Konopka und Robert Christott

 
Magda Fertacz:
„Trash Story“
Termin: 7. Juni, 17h

„Wir konnten es nicht vergessen. Das lässt sich nicht vergessen… Aber wir vergaßen es.“ Polen nach dem 2. Weltkrieg – Polnische Soldaten im Irak. In einer vielschichtigen, beinahe surrealen Überlagerung von Vergangenheit und Gegenwart verhandelt „Trash Story“ von Magda Fertacz das Verdrängen und Wegschmeißen traumatischer und unliebsamer Erlebnisse. Kann persönliche, familiäre und politische Aufarbeitung überhaupt gelingen oder siegt die Verdrängung, das forcierte Vergessen und Verschweigen im ewigen Kreislauf kriegerischer Gewalt?
Gelesen von Alice Janecek, Simon Greichgauer und Robert Christott

In Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf und der Theaterakademie Köln