We Must Battle When Enemy Is In Sight

eine Produktion von Thermoboy FK (Berlin / Braunschweig / Bremen)

Termin: 22. Mai, 20h TICKETS

Ein großer, unbekannter Soldat hat sich in meine Träume geschlichen. Manchmal redet er mit mir. Und manchmal stehen wir einfach nur nebeneinander. Ich, im Schatten von seinem Körper.

In einer Landschaft, die keine ist, in einem Krieg, der woanders stattfindet, schlagen sechs Soldaten ihr Lager auf und halten die Stellung, während ihre Welt explodiert. Sie haben den Krieg nie erlebt und sind nun doch Teil davon. Zwischen Drill und Routine, Feldpost und Drohnen, Traum und Paranioa beginnt die Auflösung von allem.
Thermoboy FK fragen nach der Spielbarkeit von Krieg – auf dem Schulhof, vor dem Bildschirm und auf der Bühne. Warum macht Krieg spielen Spaß? Was würde ich tun, wenn der Krieg auf einmal da ist? Wer könnte oder müsste ich sein, wenn gesellschaftliche Normen und Konventionen verschwinden? So begeben sich die ehemaligen Zivildienstleistenden auf die Suche nach ihrer toxic masculinity und erschaffen daraus einen choreofragmentierten Bilderreigen zwischen Profanität und Poesie.

A strange big soldier has sneaked into my dreams. Sometimes he talks to me. And sometimes we simply stand next to each other. Me, in the shadow of his body.

In a landscape that is no landscape at all, in a war that takes place somewhere else, six soldiers pitch their camp and hold the fort while their world explodes. They have never experienced war, but now they are a part of it nonetheless. Between drill and routine, the army postal service and drones, dreams and paranoia the dissolution of everything there is begins.

Thermoboy FK explores the playability of war – on the schoolyard, in front of the screen and on stage. Why is playing war fun? How would I react if the war suddenly was here? Who would I be or who would I have to be if societal norms and conventions would just vanish? The performers have all been doing community service, but now they search for their toxic masculinity. Thus they create a choreofragmented dance of images between profanity and poetry.

Performance: Malte-Levin Behrens, Florian Brunken, Moritz Brunken,
Janis Fisch, Jan Felix Hahn und Felix Scheer
Konzept und Text: Malte-Levin Behrens, Moritz Brunken, Janis Fisch, Felix Scheer und Jasper Tibbe
Choreografie: Anna Fries und Jasper Tibbe
Dramaturgische Beratung: Marie Simons
Video und Bühne: Stefan Gottwill
Kostüm: Harm Coordes und Jan Felix Hahn
Licht: Dennis Kopp
Musik: Felix Scheer
Produktion: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

Eine Produktion von Thermoboy FK in Koproduktion mit dem Theaterdiscounter Berlin, der Schwankhalle Bremen und cobratheater.cobra

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Stiftung Niedersachsen, dem Senator für Kultur Bremen und der Karin und Uwe Hollweg Stiftung