UniBühne: Der Zwang

nach Stefan Zweig
eine Produktion von KRUX Kollektiv

Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2018!

mit: Fee Zweipfennig
Regie: Elsa Weiland
Musik: Vincent Stange in Zusammenarbeit mit Klangkönner
Choreografische Mitarbeit: Sophia Otto
Video: Joseph Baader
Kostüm: Susanne Stange
Assistenz: Veronika Tkac
Licht: Mathieu Otto

Termine:
14. November, 20h TICKETS
15. November, 20h TICKETS
16. November, 20h TICKETS
17. November, 20h TICKETS
18. November, 20h TICKETS

Wir leben in einer Zeit, in der sich gesamtgesellschaftliche Verhältnisse immer mehr zuspitzen. Wir werden täglich mit Gewalt und Krieg konfrontiert, unser Demokratieverständnis gerät ins Wanken. Man sollte etwas tun. Und am Anfang jedes Handelns steht die Haltung. Wir werden überflutet von vorgefertigten Meinungen, es scheint so leicht zu sein, sich ihrer anzunehmen. Doch wäre es nicht mutig, sich davon zu lösen, und sich auf die Suche zu begeben, nach etwas, das einem wirklich entspricht, seinen eigenen Überzeugungen gemäß zu agieren?
Dieser Konflikt steht im Fokus der Arbeit des Krux-Kollektivs, das Stefan Zweigs Novelle „Der Zwang“ als Grundlage und Inspiration nutzt. F., die Hauptfigur der Novelle, bekommt nach Landesflucht den Einzugsbefehl in den Krieg. Eigentlich hatte er schon längst beschlossen, dass er Krieg ablehnt, dass Krieg unfrei macht, Täter produziert, Opfer produziert, mordet. Doch als er den Einberufungsbescheid in den Händen hält, geraten seine bisherigen Überzeugungen ins Wanken. Etwas in ihm scheint ihn zu zwingen, den Kriegsdienst anzutreten. Die Ratio und der körperliche Zwang kämpfen gegeneinander an. Der Entscheidungsprozess – gehe ich in den Krieg oder nicht – beginnt…

“Fee Zweipfennig spielt den ratlosen jungen Mann, der sich stets als Pazifist verstand, nun aber einer nationalen Verpflichtung glaubt nachkommen zu müssen, mit entschlossener Präzision. (…) Zweipfennig schmeckt die Worte auf ihre lautlichen Qualitäten ab, so dass sich der Sog der Novelle entfaltet. (…) Brillant ist sie immer dann, wenn sie die größten Nöte mit einem Lächeln präsentiert.“
(Kölnische Rundschau)