STURM

nach William Shakespeare
eine Koproduktion von Tim Mrosek,
ORANGERIETheater im Volksgarten und studiobühneköln

AUSGEZEICHNET MIT DEM KÖLNER THEATERPREIS 2019!

Termin:
2. Dezember, 20h TICKETINFO

Die Vorstellung findet in der TanzFaktur statt!

mit: Asim Odobasic und Sibel Polat
Konzept und Regie: Tim Mrosek
Dramaturgie: Martin Wiesenhöfer und Katja Winke
Bühnenbild: Jasper Diekamp
Licht und Technik: Thomas Vella
Produktionsleitung: Anna Sander

​Prospero hat seine Macht als Herzog von Mailand durch eine Intrige an seinen Bruder Antonio verloren. Dank seiner Zauberkraft ist er nun Alleinherrscher einer kleinen Insel und gebietet geradezu skrupellos über deren Ureinwohner Caliban und sogar seine Tochter Miranda. Und dann beschwört er auch noch einen Sturm herauf, der seinen Widersacher Antonio und seine Gefolgsleute ans Ufer der Insel spült. Prospero hat die Macht, und er ist nicht gewillt, sie aufzugeben. Auch wenn er alles unter dem Denkmantel des Allgemeinwohls tut. Doch auch die anderen Figuren im Sturm haben alle ihre eigene Agenda und sind gleichzeitig Täter und Opfer. In seiner Zeitlosigkeit spiegelt Shakespeare wieder einmal unsere eigene Gegenwart, in der Machtgier, Manipulation und Egoismus zum Motor einer vermeintlichen Identitätsfindung werden.

Nach dem für den Kölner Theaterpreis 2017 nominierten TITUS widmen sich Tim Mrosek und sein Ensemble mit STURM einem weiteren Stück Shakespeares in seiner unerbittlichen Aktualität. STURM ist eine Zaubershow am Rande des zivilisatorischen Kollapses, zwischen Partydrogen und Plastikblumen.


„Wie ein Sturm ist auch Regisseur Tim Mrosek durch Shakespeares Romanze gefegt und hat im dramatischen Gebäude kaum einen Stein auf dem anderen gelassen. Aus den Ruinen inszeniert Mrosek eine von Herrschaft korrumpierte Menschenwelt, die Schiffbruch erleidet.“
Kölnische Rundschau

„Tim Mrosek hat Shakespeares komplexe Fiktionen eindrucksvoll in ein Narrativ von Dämonen gezähmt. Ohne Pause entwickelt sich ein faszinierendes, dynamisches Spiel zwischen real und irreal, tot und lebendig, Hinterlist und Wahnsinn. Aktuelle Themen wie Flucht und Rechtsextremismus werden ebenso clever eingestreut wie rotzige Dialoge und der gerechtfertigte Globalisierungszeigefinger. Wir glauben oft, dass Dämonen eben nur in der Hölle oder in Mythen existieren. Das ist aber nicht der Fall. Sie sind nah. Das merken wir meist dann, wenn es zu spät ist – was uns diese fulminante Shakespeare-Auslegung in aller Deutlichkeit vor Augen führt.“
Aus der Laudatio von Ulrike Westhoff zum Kölner Theaterpreis 2019

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln und das Ministerium
für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen