Schule der politischen Hoffnung

ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT #5

Termin:
31. März, 19:30h TICKETS
In deutscher und englischer Sprache
Eintritt: Spendenempfehlung 5-10 Euro

 

Als der US-amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama der Welt im Jahre 1989 die Prophezeiung vom “Ende der Geschichte” überbrachte, hat auch er selbst sich wohl nicht vorstellen können, dass der liberal-demokratische Kapitalismus der sog. westlichen Welt nach seinem Sieg – und dem Niedergang der Sowjetunion – eines Tages nochmals infrage gestellt werden könnte. Nachdem sich die Prophezeiung zunächst wie von selbst zu erfüllen schien, ist die Geschichte nach Jahrzehnten des politischen Stillstands wieder in Bewegung gekommen …

Elon Musk, der Silicon Valley-Unternehmer schlechthin, spricht sich angesichts der realen Gefahr eines Dritten Weltkriegs für die Kolonisierung des Mars aus, um zumindest einen Teil der Menschheit zu retten … Was bleibt uns angesichts solcher “visionären Ideen” übrig, als hoffnungsvollere Antworten auf die global wachsende ökonomische Ungleichheit, die Krise der europäischen Solidarität in der sog. Flüchtlingskrise und nicht zuletzt die internationale Auferstehung der Neuen Rechten zu geben?

Auch wenn viele, schon bevor der Kampf überhaupt erst angefangen hat, das Gefühl haben, die Welt sei tatsächlich nicht mehr zu retten, gibt es für progressive Menschen in unterschiedlichsten Regionen der Welt doch auch Lichter am Ende des Horizonts. Wir alle, die gegen Diskriminierung und für soziale Sicherheit, einen gesunden Planeten und ein gutes Leben sind, stehen jedoch vor der Aufgabe, nicht nur neue Ziele zu formulieren , sondern vor allem auch einen konkreten Plan zu entwickeln, wie wir den Weg in eine neue Welt erfolgreich beschreiten können.

Die Schule der politischen Hoffnung öffnet nach den Winterferien wieder ihre Tore, um gemeinsam zu brainstormen, was wir alle tun können. Auf dem Stundenplan stehen:
ein Vortrag zum Neuanfang der Geschichte vom Düsseldorfer Philosophen und politischen Aktivisten Dennis Graemer (Association début d’histoire) und
eine Podiumsdiskussion u. a. mit Fahrer*innen von Foodora und Deliveroo, die mit der Kampagne Liefern am Limit für gute Arbeitsbedingungen kämpfen, Steve Hudson, dem Vorsitzenden von #NoGroKo und Mitglied der britischen The Labour Party, und Vertreter*innen des deutschen Bundeskomitees von DiEM25, einer paneuropäischen Bewegung mit Wahlflügel, die kürzlich die erste transnationale Liste für die EU-Parlamentswahlen 2019 angekündigt hat.
Neben Getränken, Suppe von THE GOOD FOOD und Musik warten auf euch auch noch ein paar politische Überraschungsostereier.

ÜBER DIE SCHULE DER POLITISCHEN HOFFNUNG
Die Schule der politischen Hoffnung ist eine von Kölner Künstler*innen, Aktivist*innen und Bürger*innen ins Leben gerufene politische Brennpunktschule. Diese progressive Schule ist ein Ort der Gemeinschaftsbildung und Wissenssammlung für uns alle, die sich nicht weiter politisch ohnmächtig fühlen, gemeinsam die Hoffnungslosigkeit verlernen und einen gesellschaftlichen Perspektivwechsel anstoßen wollen. Die Schule der politischen Hoffnung ist ein klassenübergreifender Lernraum für progressive Gesellschaftsdebatten, Vorträge, Lesungen, Filme, Konzerte, Workshops, Exkursionen und politische Aktionen. Wir verbinden Politik mit Kunst, Debatte mit Aktivismus und Theorie mit Alltag.

SPENDEN ERWÜNSCHT
Die Schule der politischen Hoffnung ist eine unabhängige, spendenfinanzierte Initiative von progressiven Künstler*innen, Aktivist*innen und Kölner Bürger*innen, die alle freiwillig aktiv sind. Wir danken unseren Kooperationspartner*innen und allen Lehrer*innen der politischen Hoffnung, die unbezahlt politische Arbeit leisten. Wir bitten jedoch um freiwillige Spenden bei unseren Veranstaltungen, um wenigstens die Reisekosten für unsere eingeladenen Lehrer*innen aus Europa erstatten sowie Räume, Technik, Inventar und Material für die Öffentlichkeitsarbeit bezahlen zu können.