Martin Zingsheim meets E-MEX #2

Neue Musik und anderer Horror
Ein Abend zwischen Mikroton und Kettensäge
100 Jahre Uni Köln – 100 Jahre Neue Musik

Leo Ornstein (1895-2002) — Suicide in an airplane (ca. 1919)
George Crumb (*1929) — Black Angels, 13 Images from the Dark Land (1970)
for electric string quartet

– Pause –

Arnold Schönberg (1874-1951) — Begleitungsmusik zu einer Lichtspielszene op. 34(1930)
Bearbeitung für Kammerensemble (Drohende Gefahr – Angst – Katastrophe)
Christoph M. Wagner (*1966) — Der rollende Totenschädel (2009/2019)
Eine Ballade für Bassbariton und Ensemble / Uraufführung der Ensemblefassung

mit:
Martin Zingsheim, Moderation
Christoph Maria Wagner, musikalische Leitung und Gesprächspartner
Renatus Mészár, Bassbariton
E-MEX
Evelin Degen, Flöte
Joachim Striepens, Klarinette
Yoshiki Matsuura, Posaune
Kalina Kolarova, Violine
Lola Rubio, Violine
Konrad von Coelln, Viola
Burkart Zeller, Violoncello
Martin von der Heydt, Klavier
Michael Pattmann, Schlagzeug
Patricia Martins, Klangregie

Nach dem Konzert:
Filmvorführung
Re-Animator (USA 1985)
(freigegeben ab 18 Jahren), 86 Min.

Termin:
13. Mai, 19 Uhr TICKETS
Eintritt frei
Einlass nur mit reserviertem Ticket

100 Jahre Neue Uni – 100 Jahre Neue Musik:
Seit Paul Bekker 1919 den Aufsatz „Neue Musik“ veröffentlichte, heißt die Neue Musik auch so! Und seit dem ist sie so manchem auch ein Dorn im Auge oder besser im Ohr…

Unter dem Motto „Neue Musik und anderer Horror. Ein Abend zwischen Mikroton und Kettensäge“ untersuchen Martin Zingsheim – erfolgreicher Kabarettist, der als Musikwissenschaftler über Stockhausen promoviert hat – und das E-MEX Ensemble auf entspannt-unterhaltsame Weise die vielfältigen Beziehungen zwischen der Neuen Musik und dem filmischen und sonstigen Grauen – ist doch der Horrorfilm der Ort, an dem die sonst als so schwierig verschriene Neue Musik anstandslos akzeptiert wird…

Der Bogen des Konzerts reicht vom frühen Klavierstück Suicide in an Airplane des russisch-amerikanischen Komponisten und Enfant terrible der 1910er und 1920er Jahre Leo Ornstein – übrigens dem vermutlich langlebigsten Komponisten der Musikgeschichte, bei seinem Tod war er immerhin 106 Jahre alt! – über Arnold Schönbergs Kopfkino Begleitungsmusik zu einer Lichtspielszene bis zu George Crumbs Black Angels, die als Filmmusik zu William Friedkins Horror-Welterfolg „Der Exorzist“ benutzt wurden und Christoph Maria Wagners makabre Schauerballade Der rollende Totenschädel nach dem gleichnamigen brasilianischen Märchen.

Passend zum Thema zeigt die studiobühneköln im Anschluss an das Konzert Stuart Gordons
Fun-Splatter-Klassiker Re-Animator.

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln, das NRW KULTURsekretariat, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und den E-MEX e.V.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Collegium musicum der Universität zu Köln
Kooperationspartner: Sound Track Cologne