Mansplaining

Mit Macht über Macht reden
eine Koproduktion von Marcel Nascimento und studiobühneköln
im Auftrag von „west off 2018 – Theaternetzwerk Rheinland“

Konzept und Performance: Marcel Nascimento
Dramaturgie: Miriam Michel
Mentoring: Daniel Schüßler (ANALOGTHEATER)

Termine:
26. (Uraufführung) September, 20h TICKETS
27. September, 20h TICKETS
28. September, 20h TICKETS
29. September, 20h TICKETS
30. September, 20h TICKETS

Männer versuchen, aus ihrer machtvollen Position die Welt zu erklären und scheitern öffentlich, denn ihre Männlichkeit ist in der Krise.

Viele Entscheidungen unseres Lebens sind davon abhängig, welches Geschlecht uns bei der Geburt zugewiesen wird. Von Anfang an wird dem heranwachsenden Individuum beigebracht, was es heißt, Mann oder Frau zu sein. Man(n) ist das Eine oder das Andere, nie beides. Aber: Wann ist ein Mann eigentlich ein Mann? Was muss er erfüllen, wie handeln und sich darstellen um ein wahrer Mann zu sein?

Im Angesicht von autoritären Präsidenten, der Rückkehr zu traditionellen Rollenbildern und Aufsehen erregenden Hashtag-Kampagnen, stellt sich Marcel, in einem multimedialen Selbstversuch, den Anforderungen an sein Geschlecht. In seiner Solo-Performance taucht er ein in den Diskurs um die „wahre Männlichkeit“. Die Zuschauer*innen nehmen am Rechercheprozess teil und am Ende bleibt die Frage: Was macht eigentlich Marcel zum Mann?

Marcel Nascimento studierte nach seiner Berufsausbildung zum Bankkaufmann Theaterwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, bevor er das Studium der Szenischen Forschung an der Ruhr-Universität Bochum begann.
Seine künstlerischen Forschungsinteressen liegen vor allem in den Bereichen queer, Sexualität, Körperbildern sowie der Pop-Kultur. Zuletzt unterstütze er unter anderem Rimini Protokoll und kainkollektiv bei diversen Produktionen im Ruhrgebiet in den Bereichen Video, Produktion und Performance.

Miriam Michel arbeitet als studierte Theaterwissenschaftlerin, als Regisseurin und Performance-Entwicklerin, Dramaturgin und in Theaterprojekten mit jungen und alten Menschen. Sowohl alleine, in wechselnden Teams, als auch mit dem Kollektiv dorisdean, dass sie 2006 gegründet hat, entwickelt sie Theaterstücke und freie Produktionen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem „nicht-normalen Körper“ und seinem Einfluss auf die Welt. Sie arbeitet als Dozentin am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr Universität Bochum und an der Folkwang Universität der Künste. Ausserdem erforscht sie als Dokumentarfilmerin und Künstlerin (Collagen, Videoperformances) immer wieder die Welt um sie herum und versucht, Menschen und ihre Realität zu verstehen.

„west off 2018 – Theaternetzwerk Rheinland“ ist ein Kooperationsprojekt von theaterimballsaal Bonn, FFT Düsseldorf und studiobühneköln, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Kulturämter der Städte Bonn, Düsseldorf und Köln