Interesting Times

eine Koproduktion von kainkollektiv, Ringlokschuppen Ruhr Mülheim,
FFT Düsseldorf, TAK – Theater im Aufbau Haus Kreuzberg/Berlin und studiobühneköln

mit: Moritz Anthes, Antoine Effroy, David Guy Kono, Bianca Künzel, Dominik Meder, Rasmus Nordholt-Frieling, Zora Snake, Maria Vogt, Calvin Yugye
Konzept, Inszenierung, Text: kainkollektiv (Lettow/Schmuck)
Ausstattung: Kathrin Ebmeier
Regieassistenz: Jacob Voges
Ausstattungsassistenz: Anna-Lisa Högler
Produktionsleitung und Dramaturgie: Mina Novakova
Fotos: Stephan Glagla / Nils Voges

Termin:
1. Dezember, 20h TICKETS

Auf deutsch und französisch

Wen man hasst, dem wünscht man einem alten chinesischen Sprichwort zufolge “interessante Zeiten” an den Hals. “Mögest du in interessanten Zeiten leben” ist ein Fluch, der das Gegenüber in Unruhe versetzen soll. “Interessante Zeiten” sind unruhige, konfliktreiche, krisenhafte Zeiten, in denen die Dinge sich von Grund auf ändern können, in denen alles auf dem Spiel steht. Kainkollektiv geht der Unruhe nach, indem es szenische, choreographische, textliche und musikalische Unruhe-Arrangements entwirft, vom einzelnen (Performer-/Zuschauer-)Körper in die Welt hinaus und zurück. Wo sitzt die eigene Unruhe (im Körper), wie äußert sie sich, woher kommt sie, wohin treibt sie (mich/uns)? An den Rand (meiner selbst), in unbekanntes Terrain, zum Aufbruch? Wenn uns die Unruhe über uns selbst hinaustreibt, entstehen Momente, in denen wir von uns absehen können, Momente, in denen eine größere Frage erscheinen kann: Wie hängt unsere Unruhe mit der Welt zusammen? Und wie richten wir uns gemeinsam in ihr ein?
Die musikalische Theaterperformance Interesting Times ist eine Einübung in das produktive Potential der Unruhe, die der Menschheit aktuell bevorsteht. kainkollektiv schlägt vor, sich auf den Kampf in und gegen die interessanten Zeiten vorzubereiten, und entwirft szenische, choreografische und musikalische Fieberkurven, die vom einzelnen Körper in die Welt hinaus und wieder zurückweisen.

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW und ecce – European Centre for Creative Economy im Rahmen des IKF-Programms