FIASKO

eine Koproduktion von K.A.U.&Wdowik/Blecharz, Staatstheater Darmstadt, dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau, Nowy Teatr Warsaw, SOPHIENSÆLE
und studiobühneköln

mit: Stefanie Mirwald (Akkordeon), Sylvia Hinz (Blockflöte) und Rupert Enticknap (Gesang)
Idee, Umsetzung: K.A.U.&Wdowik
(Philipp Bergmann, Thea Reifler, Matthias Schönijahn, Małgorzata Wdowik)
Komposition: Wojtek Blecharz
Kamera: Dino Osmanovic
Licht/ Sound: Jones Seitz
Kameraassistenz: Benjamin Schmid
Produktionsleitung: Theresa Willeke, Silvia Dudek

Termine:
29. März, 19h-22h (Köln-Premiere) TICKETS
30. März, 19h-22h TICKETS
31. März, 19h-22h TICKETS

Einlass innerhalb der genannten Aufführungszeiten stets möglich. Es wird empfohlen mindestens eine Stunde in der Installation zu verweilen, um einen umfänglichen Eindruck zu erhalten.

FIASKO ist eine transeuropäische Opern-Installation, die an die Tradition der Oper anknüpft und sie in eine zeitgenössische, offene Form überführt. Ausgehend von der Metapher des Stimmverlusts und vor dem Hintergrund aktueller europäischer Konflikte begaben sich das Regieteam K.A.U.&Wdowik, der Komponist Wojtek Blecharz und der Kameramann Dino Osmanovic auf eine filmische Reise an die östlichste Grenze Europas: Von Deutschland über die Bucht von Gdańsk bis nach Kaliningrad begegneten sie dabei verhallenden Ausdrucksformen lokaler Traditionen – wie etwa einer Trachtengruppe, die auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik Kreistänze vollführt, den Summgesängen polnischer Bäuerinnen beim Daunen zupfen oder Jagdhornbläser*innen und Dudelsackpfeifern mit imposanten Blasinstrumenten. Ihre Begegnungen mit Menschen, Musikstilen und Geschichten verknüpfen die Künstler*innen in eindrucksvollen Bildern. Das musikalische Material der Traditionsgruppen im Film verbindet Blecharz dafür mit verfremdeten Reminiszenzen aus dem klassischen Opernrepertoire und eigenen Kompositionen.

Als Installation wird die Gattung Oper dabei nicht nur ihrer Primadonna, sondern auch der Bühne, des Auditoriums, des Chors und des Orchesters beraubt. Übrig bleiben Trümmer und apokalyptische Geräuschlandschaften, vor denen eine Akkordeonistin, eine Flötistin und ein Countertenor live nach einer gemeinsamen Klangsprache suchen. Versteht man die Oper als traditionelle, europäische Kulturform, die in einem gemeinsamen Kraftakt Krisen und Katastrophen zum Ausdruck bringt, ist FIASKO zugleich Abgesang auf das europäische Werk und dessen Wiedergeburt!

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes