Die Räuber.Live

Utopien aus Deutschen Lenden
eine Koproduktion von Sir Gabriel Trafique,
Theater im Depot Dortmund und studiobühneköln

mit: Mirka Ritter, Dominik Hertrich, Aischa-Lina Löbbert, Fiona Metscher
Text und Regie: Björn Gabriel
Bühne und Kostüm: Anna Marienfeld
Visuals: Alexander Huegel

Termine:
31. Januar (Köln-Premiere), 20h TICKETS
1. Februar, 20h TICKETS
2. Februar, 20h TICKETS
3. Februar, 20h TICKETS
4. Februar, 20h TICKETS

2 Paare begehen bei Champagner und Mettigel einen launigen Abend. Aufgeklärt, gebildet, mit besten Absichten, widmet man sich den Problemen des moralischen Verfalls. Man wähnt sich humanistisch, sozial, christlich und erlebte bisher kulturelle Unterschiede als Bereicherung. Die verschiedenen Lebensentwürfe der Protagonist*innen geraten unter dem Brennglas identitärer Fragestellungen in nie geahnte Konkurrenz. Der Abgrund lauert zwischen den Worten: Es entbrennt ein ideologischer Kampf, der allein durch die Negation des Anderen gewonnen werden kann. Kulturhistorischer Abgleich soll Orientierung bieten und so gleiten die Vier zunehmend ab in Schillers Räuber – bis sie nicht mehr herausfinden… Was für ein Theater: Schiller wirkt tatsächlich „identitätsstiftend“ und eröffnet den Protagonist*innen neue Dimensionen … berauscht hetzt die kleine Gesellschaft unweigerlich in die Katastrophe.

4 Schauspieler*innen on Stage, 1 Live-Videokünstler, 2 Livekameras, über 100 Presets und unendliche Projektionsflächen nutzen Elemente der virtual reality, der bildenden Kunst, der Performance und kreieren gleichzeitig einen Live-Film. Popkulturelle Verführungsmethoden schaffen immer neue virtuelle Welten, die durch die Offenlegung der Mittel in ihrem Innersten zusammenfallen.

Sir Gabriel Trafique wurde 2012 unter dem Label Sir Gabriel Dellmann gegründet und wird von Björn Gabriel und Anna Marienfeld organisiert. Neben ihnen gehören in wechselnden Konstellationen Schauspieler*innen und Videokünstler*innen zur Gruppe. Die Arbeiten drehen sich um Fragen des Lebens und Zusammenlebens. Die Grundelemente der Inszenierungen (Text, Ausstattung, Visuelles und Akustisches) arbeiten mit Zitaten und fügen diese neu und in einem fragilen Orientierungslauf zusammen. Verschiedene Stile treffen aufeinander: Psychorealismus auf Agitprop auf Lichtkunstinstallation auf performative Interaktion.

Gefördert durch das Kulturbüro Dortmund, das Kulturamt der Stadt Köln, das NRW-Kultursekreteriat, den RVR und Cabernet & Co