GEISTER UNGESEHEN

eine Koproduktion von ANALOGTHEATER und studiobühneköln

von und mit: Dorothea Förtsch, Lara Pietjou, Ingmar Skrinjar
Textfassung: Ensemble
Regie: Daniel Schüßler
Bühne und Kostüm: Eva Sauermann
Musik: Ben Lauber
Wildcard-Künstler Film und Technische Leitung: Thomas Vella
Dramaturgie: Tim Mrosek
Produktion- und Regiesassistenz: Hanna Held
Regieassistenz: Sophie Roßfeld
Filmassistenz: Michael Vella
Management: Silvia Werner
Presse und Öffentlichkeitsarbeit: neurohr & andrä
Bühnenbildassistenz: Annemarie Kögl, Maria Dölz
Mit dem ANALOG Theater Heimat-, Schuld- und Sühnechor

Termine:
Februar 2021

Die erfolgreich etablierte Performance-Reihe des „Fiktionalen Biopics“ (Kölner Theaterpreis 2017) soll mit dem Projekt GEISTER UNGESEHEN auch 2020 fortgesetzt werden. Im Zentrum dieses neuen Rechercheprojektes steht eine Biografie, deren Protagonist diesmal ein ganzer Ort ist: Das Mecklenburg-Vorpommersche Demmin. Anlässlich der Jubiläen „75 Jahre Kriegsende“ und „30 Jahre Deutsche Einheit“ verortet sich GEISTER UNGESEHEN an der Schnittstelle zwischen historischen Fakten, performativer Fiktion und filmisch-dokumentarischer Untersuchung. In einer experimentellen Spurensuche tauchen Regisseur Daniel Schüßler und sein Team tief in die düstere Geschichte der vorpommerschen Kleinstadt Demmin ein, die zum Ende des zweiten Weltkrieges durch einen Massensuizid traurige Berühmtheit erlangte und noch bis heute stark davon geprägt ist. In den letzten acht Tagen des Zweiten Weltkriegs nahmen sich innerhalb kürzester Zeit mehr als 1000 Menschen das Leben.

Von diesem Trauma ausgehend entwickelt ANALOG eine multiperspektivische Film-Installation für die Bühne, die sich collagenhaft den Themenkomplexen Heimat, Schuld und Vergangenheitsbewältigung widmet und uns helfen soll zu verstehen, woher wir kommen, wer wir sind und wohin wir gehen. Der multimediale Arbeitsansatz ermöglicht ein universelles Erforschen sowohl vergangener als auch gegenwärtiger Strömungen, um die starke historische Zentrierung Demmins als Ausgangspunkt für eine gesamtgesellschaftliche politische Debatte zu nutzen.

„Klug und konzentriert inszeniert, ästhetisch höchst anspruchsvoll, gelingt dem ANALOGTHEATER eine überaus reife und sehr bewegende Arbeit.“
(Kölner Stadt-Anzeiger)

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und die RheinEnergieStiftung Kultur