Die Zukunft ist ein anderer Planet

Die Sonde Voyager 1 tranportiert eine goldene Schallplatte durch die Milchstraße, New Horizons entdeckte das Herz des Zwergplaneten Pluto, Huygens landete auf dem orangenen Nebelball Titan und Elon Musk schießt ein Tesla-Auto in den Weltraum, das wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit durch unser Sonnensystem kreist.
Neugier, Wissenschaft, Geld, Ruhm, Hybris und der von uns Menschen selbst erzeugte ökologische Druck werden uns zu einer multi-planetaren Spezies machen.
Weltraumagenturen, Privatwirtschaft und wir forschen mit heißgelaufenen Gehirnen daran, wie diese Vision und Notwedigkeit in Realität überführt werden kann. Mit theatralen Mitteln finden wir heraus, wie wir dorthin kommen, wo noch nie zuvor ein Mensch gewesen ist!

Zu diesem zwei-semestrigen Kurs sind Studierende eingeladen, die theaterbegeistert und offenherzig ihre Theaterbilder, -vorstellungen und -konventionen, gut durchgeschüttelt, mit auf die Reise zu einer eigenen interdisziplinären Stückentwicklung nehmen und diese Ende Januar 2019 in der studiobühneköln performen wollen. Wir werden uns in verschiedenen Formen der performativen Material-Genese, Recherche, des Design Thinkings erproben und dadurch unser Bühnenhandwerk trainieren und präzisieren. Unsere dramaturgischen Fähigkeiten fragen wir ab und schulen sie an Vorbildern aus der Institutionellen und Off-Szene des Theater- und Kunstbetriebs. Wir werden herausfinden, wie wir mittels Live-Technik auf der Bühne Science Fiction erzeugen, die zum philosophischen und politischen Nachdenken anregt.
Freund*innen von St. Lems Solaris oder Die dritte Zivilisation der Gebr. Strugatzki kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Liebhaber*innen von Der Marsianer, Interstellar oder The Expanse.

Termine:
Im Sommersemester: jeden 2. Donnerstag 20 – 23h,
beginnend mit dem 26. April und nach Absprache.
Im Wintersemester: Wochenendblöcke und Endproben Ende Januar 2019.
Maximal 10 Teilnehmer*innen
Anmeldung am Infoabend oder per Mail an Norman.Grotegut@gmx.de

Leitung: Norman Grotegut